Frieden

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Frieden
Friede

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Frie|de ['fri:d…ô], der; -ns, -n, Frie|den ['fri:dnŐ©], der; -s, -:
1.
a) <ohne Plural> Zustand von Ruhe und Sicherheit; Zeit, in der kein Krieg herrscht:
der Friede[n] dauerte nur wenige Jahre; den Frieden sichern; f√ľr den Frieden k√§mpfen.
Zus.: Weltfriede[n].
b) Friedensschluss:
einen ehrenvollen Frieden aushandeln; die Frieden von M√ľnster und Osnabr√ľck beendeten den Drei√üigj√§hrigen Krieg.
2. <ohne Plural> Zustand der Eintracht:
der häusliche Friede[n]; in dieser Familie herrscht kein Friede[n]; um des lieben Friedens willen zustimmen.
Syn.: ‚ÜĎ Harmonie.
Zus.: Familienfriede[n].

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Frie|den ‚Ć©m. 4‚Ć™
1. polit. u. rechtl. geordneter Zustand innerhalb eines Staates, Stammes od. Gemeinwesens bzw. zw. mehreren Staaten usw.
2. Zustand ungestörter Ordnung u. Harmonie, innerer Ruhe u. Ausgeglichenheit
3. Friedensschluss, -vertrag
‚óŹ \Frieden seiner Asche (Grabspruch); der \Frieden einer Landschaft, der Natur ‚óŹ den \Frieden aufrechterhalten, erhalten, ersehnen, sichern; den \Frieden brechen, gef√§hrden, st√∂ren; \Frieden bringen, schlie√üen; er kann keinen \Frieden finden die innere Ruhe; das Kind gab keinen \Frieden, bis es seinen Kopf durchgesetzt hatte ‚Ć©fig.; umg.‚Ć™ es gab keine Ruhe, quengelte unaufh√∂rlich; es herrscht (kein) \Frieden; \Frieden stiften zw. streitenden Parteien vermitteln; ich kann dem \Frieden nicht recht trauen ‚Ć©umg.‚Ć™ dem √§u√üeren Schein ‚óŹ ein dauerhafter, jahrzehntelanger, ungest√∂rter \Frieden; der ewige \Frieden Ruhe nach dem Tode, Ewigkeit; zum ewigen \Frieden ein-, heimgegangen sein; h√§uslicher \Frieden ‚óŹ f√ľr den \Frieden, f√ľr \Frieden und Freiheit eintreten, k√§mpfen; lass mich in \Frieden! lass mich in Ruhe, bel√§stige mich nicht (damit), st√∂re mich nicht; er ruhe in \Frieden! (Grabinschrift); mit sich selber \Frieden machen das innere Gleichgewicht wiederfinden; seinen \Frieden mit Gott machen sich in Gottes Willen f√ľgen; √ľber Krieg und \Frieden entscheiden; den Gegner um \Frieden bitten; um des lieben \Friedens willen ‚Ć©umg.‚Ć™ um Streit zu vermeiden; \Frieden zwischen den V√∂lkern [<ahd. fridu <got. *fri√ĺu <germ. *fri√ĺu; zu *fri- <idg. *pri- ‚Äělieben, hegen‚Äú; urspr. ‚ÄěZustand der Freundschaft, Schonung‚Äú; ‚Üí frei]

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frie|den <sw. V.; hat (selten):

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Frieden
 
[althochdeutsch fridu ¬ĽSchutz¬ę, ¬ĽSicherheit¬ę], Zustand eines vertr√§glichen und gesicherten Zusammenlebens von Menschen sowohl innerhalb sozialer Einheiten als auch im √§u√üeren Verh√§ltnis von Gruppen, Gesellschaften oder Organisationen. Im Gegensatz zum Frieden stehen der Krieg als ein Zustand fortw√§hrender und Gewalt als eine zum Teil tempor√§re Form der Lebensbedrohung. Da Frieden ohne ein Minimum an Ordnung und Einvernehmen nicht lange bestehen kann, ist der Begriff des Friedens eng mit dem des Rechts verkn√ľpft, der seinerseits Freiheit voraussetzt. Strittig ist, ob Frieden nur das √§u√üere, vor willk√ľrlicher Gewalteinwirkung gesch√ľtzte Verh√§ltnis bezeichnet oder auch eine √ľber die Friedfertigkeit hinausgehende innere Anteilnahme meint. Die indogermanische Wurzel des Wortes Frieden verweist sowohl auf den rechtlichen ¬ĽSchutz¬ę wie auf ¬ĽLiebe¬ę und ¬ĽFreundschaft¬ę.
 
Frieden ist in keiner historisch bezeugten Gesellschaft von Natur aus gegeben. Stets ist er ein geschaffener Zustand, der mehr oder weniger ausdr√ľckliche Sicherungen durch Macht und Vereinbarung bedarf (es entstehen Friedensr√§ume und Friedenszeiten). Die Rechtfertigung f√ľr solche Vorkehrungen sucht man bis heute in umfassenden kosmologischen oder theologischen Konzeptionen der Welt. Die Harmonie der planetarischen Bewegung, die paradiesische Stimmigkeit der Sch√∂pfung oder auch die Vertr√§glichkeit der Artgenossen im Tierreich gelten seit der Antike als Vorbilder f√ľr eine humane Friedensordnung. Doch gerade solche Parallelen machen die unvergleichliche Lage des Menschen bewusst, der f√ľr den Krieg wie f√ľr den Frieden allein verantwortlich ist und f√ľr eine Leben und Freiheit sichernde Friedensordnung notfalls auch ohne Vorbild in der Natur zu sorgen hat.
 
Bereits in den √§ltesten politischen Zeugnissen der Kulturen spiegeln sich die Gef√§hrdungen und K√§mpfe, die mit der Durchsetzung eigener Lebensvorstellungen verbunden sind. Entsprechend gro√ü ist die Betonung kriegerischer Selbstbehauptung nach au√üen; im Innenverh√§ltnis aber wird von den herrschenden g√∂ttlichen und menschlichen M√§chten die Sicherung der Ordnung, also Frieden, erwartet. Auch die gro√üen Religionen sind, v. a. dort, wo sie sich mit der politischen Herrschaft verbunden haben, kriegsbereit nach au√üen, aber friedfertig nach innen. Nach der Flucht des Propheten Mohammed nach Medina fordert der Islam zur militanten Abwehr der Ungl√§ubigen auf. Im Christentum und im Buddhismus hat sich das urspr√ľngliche Friedensgebot in der N√§chstenliebe und im Gewaltverzicht theologisch wesentlich st√§rker erhalten, obgleich es politisch, v. a. im Kampf gegen Andersgl√§ubige, immer wieder durchbrochen wurde. Dabei ist zu bedenken, dass Frieden in seiner Verbindung mit Recht und sch√ľtzender Ordnung sich nicht allein auf die Abwesenheit von Krieg bezieht. Kennzeichnend hierf√ľr ist schon die alttestamentarische Gru√üformel ¬ĽSchalom¬ę (hebr√§isch ¬ĽFrieden¬ę), die sich auf das Wohl der ganzen Bundesgemeinschaft Israels und auf ihr Einvernehmen mit Gott bezieht. Die schon im alten Judentum gebr√§uchliche Grabinschrift ¬ĽRuhe in Frieden¬ę ist auf diesen Bund bezogen; sie meint die √úbereinstimmung mit Gott und den Menschen in der Einsamkeit des Sterbens. Leben und Sterben des Menschen, so ist die in fast allen Kulturen verbreitete Erwartung, sollen sich im Frieden vollziehen. Einzig bei den vorhellen. Griechen, bei denen der Kampf als Normalfall gilt, scheint der umfassende Sinn des Wortes eingeschr√§nkt zu sein: Frieden (Eirene) wird oft nur politisch als die Zeit zwischen den Kriegen verstanden. Bereits aus der homerischen Zeit liegen jedoch auch Beispiele f√ľr den Friedenswunsch der fr√ľhen Griechen vor; nach dem Sieg √ľber die Perser und mit den Wirren des Peloponnesischen Krieges sind vielf√§ltige Friedensbestrebungen zu beobachten, die in den politischen Lehren von Platon und Aristoteles ihr theoretisches Fundament erhalten.
 
Nach Platon kommt es in der Polis auf die ¬ĽEinigkeit der B√ľrger¬ę an; Krieg (Polemos) und B√ľrgerzwist (Stasis) sind im Interesse ¬Ľdes gegenseitigen Friedens und der Freundschaft¬ę zu vermeiden. Die gel√§ufigen Argumente f√ľr den Krieg weist Platon mit dem Hinweis zur√ľck, dass es im Krieg nichts zu lernen gebe, was nicht schon der Frieden lehre. Aristoteles tut dann den theoretisch folgenreichen Schritt, den Frieden mit dem Begriff der Politik zu verkn√ľpfen: Alle Ziele politischen Handelns lassen sich nur unter Bedingungen des Friedens realisieren; folglich kann der Krieg nur ein Mittel zur Verteidigung des Gemeinwesens sein.
 
Die griechische Sophistik unterscheidet bereits drei Ebenen der Friedenssicherung: den Frieden in der Polis, also innerhalb einer politischen Gemeinschaft, den Frieden in Hellas, d. h. zwischen den Staaten einer Kulturgemeinschaft, und den Frieden zwischen den V√∂lkern, einschlie√ülich der nichthellen. V√∂lker, der Barbaren. Diese letzte, den ganzen bekannten Erdkreis umspannende Konzeption wird im Zeichen des hellenistischen Kosmopolitismus zur beherrschenden Idee. Besonders die Philosophen der Stoa sehen sich in ihrem Namen berechtigt, auf alle konkreten politischen Einrichtungen ver√§chtlich herabzublicken. Gleichwohl gehen Elemente der kosmologischen Friedensidee in die politische Praxis ein, als sich der altr√∂mische, an Recht und Vertrag orientierte Friedensbegriff (Pax) mit der Entstehung des R√∂mischen Reiches zur Pax Romana (auch: Pax Augusta) ausweitet. Dieser imperiale Frieden verlangt die vertragliche Unterwerfung unter die Herrschaft des Kaisers und gew√§hrt Schutz gegen√ľber Angreifern von au√üen. Schon von Tacitus ist dies als T√§uschung √ľber den wahren Charakter der Herrschaft kritisiert worden.
 
Die christliche Botschaft ist in ihrem Ursprung gegen diesen imperialen Frieden der Pax Augusta gerichtet. Wenn Jesus als ¬ĽFriedensf√ľrst¬ę und sein Gott als ¬ĽGott des Friedens¬ę bezeichnet werden, so sind hier Formeln gebraucht, die im R√∂mischen Reich f√ľr den Kaiser Augustus in Umlauf waren. Die mit dem ernsthaften, auf das Heil des einzelnen Menschen bezogenen christlichen Wortgebrauch verbundene Absage an die herrschende weltliche Macht schlie√üt aber die Bejahung einer diesseitigen √∂ffentlichen Ordnung nicht aus. Sie ist auch ausdr√ľcklich auf das individuelle Wohlbefinden ausgerichtet. Auch die eschatologische Friedenserwartung im Johannesevangelium ist auf die Ruhe und die Gewissheit bezogen, die Jesus seinen Anh√§ngern durch seine Botschaft gibt. Erst die Kirchenv√§ter haben den Begriff des Friedens mit dem einer himmlischen Ordnung verkn√ľpft und den Frieden zwischen Menschen (Pax humana) dem Frieden zwischen Gl√§ubigen (Pax ecclesiastica) unterstellt, der wiederum dem Frieden Gottes (Pax divina) unterworfen ist. In diesem Rahmen entwickelt dann Augustinus eine umfassende Friedenslehre, die zwar den unendlichen Abstand zwischen g√∂ttlichem und irdischem Frieden deutlich macht, zugleich aber darzulegen versucht, dass auch unter weltlichen Bedingungen letztlich alles auf den Frieden angelegt ist. So wie es auf Erden kein Wesen gibt, das nicht nach Gl√ľck trachtet, so gibt es auch keines, das nicht auf seine Art nach Frieden strebt.
 
Indem Augustinus auf kosmologische Begr√ľndungsfiguren zur√ľckgreift und die Verkn√ľpfung von Frieden und Ordnung st√§rker betont als die von Frieden und Erl√∂sung, aktualisiert er antikes Gedankengut und erleichtert der scholastischen Philosophie den Anschluss an Aristoteles. So kann Thomas von Aquino zwar auch den Zusammenhang von Frieden und N√§chstenliebe (Caritas) betonen, aber prim√§r ist f√ľr ihn die Beziehung zur Gerechtigkeit (Iustitia). In dieser Verbindung ist der Frieden das politische Gut (Bonum commune) schlechthin; er ist der Zweck des Staates und somit die Voraussetzung f√ľr ein gutes Leben √ľberhaupt. Dabei wei√ü Thomas zwischen einem ¬Ľwahren Frieden¬ę (vera Pax) und einem blo√ü ¬Ľscheinbaren Frieden¬ę (Pax apparens) zu unterscheiden. Der scheinbare Frieden ist entweder Ausdruck einer schlechten oder einer gewaltsam herbeigef√ľhrten Ordnung; nur der wahre Frieden ist erstrebenswert. An dieser Unterscheidung h√§ngt die Frage nach der Legitimit√§t des Widerstands gegen die staatliche Macht. Da nach dieser Lehre ein Krieg gerechtfertigt ist, sofern er der Sicherung der √∂ffentlichen Ordnung dient, kann es unter Umst√§nden ein Kriegsrecht gegen eine Herrschaft geben, die nur einen scheinbaren Frieden gew√§hrt und den wahren Frieden vorenth√§lt.
 
Mit dem Wiederaufleben der Reichsidee, nunmehr repr√§sentiert durch einen christlichen Kaiser, und unter dem Eindruck des Konflikts zwischen Kaiser und Papst wird auch die Universalit√§t des Friedens st√§rker betont. Auf den gro√üen Konzilen des 14. und 15. Jahrhunderts wird die friedliche Einheit der Christenheit, die Pax christiana, beschworen. Die humanistischen Friedensrufe der nachfolgenden Zeit, allen voran die ¬ĽKlage des Friedens¬ę (¬ĽQuerella pacis¬ę), die Erasmus von Rotterdam am Vorabend der Reformation 1516 publiziert, verst√§rken den moralischen Nachdruck des Friedensgebots. Sie bleiben aber, auch wenn sie gelegentlich Duldung gegen√ľber den Heiden empfehlen, bis ins 18. Jahrhundert der Pax christiana verhaftet. Dies wird verst√§ndlich, wenn man die unabl√§ssige Gef√§hrdung des Friedens durch die Konfessionsspaltung in Rechnung stellt. Der Artikel 1 des Westf√§lischen Friedens von 1648 verpflichtet alle Parteien auf die Pax christiana universalis perpetua. Und noch die vielzitierte Friedensdenkschrift des Abb√© de Saint-Pierre, der im Anschluss an den Frieden zu Utrecht (1713) einen F√ľrstenbund zur Sicherung eines ¬Ľewigen Friedens¬ę (Paix perp√©tuelle) vorschl√§gt, sucht das Fundament des Friedens in der Gemeinschaft der Gl√§ubigen. Die erst von J.-J. Rousseau in Ausz√ľgen bekannt gemachte und 1818 publizierte Denkschrift steht in einer gro√üen Tradition von Friedensrufen, die von Thomas Morus' ¬ĽUtopia¬ę (1516) √ľber Sebastian Francks ¬ĽKriegsb√ľchlin des Frides¬ę (1539) bis zu W. Penns ¬ĽEssay towards the present and future peace of Europe¬ę (1693) reicht. Im 19. Jahrhundert setzen utilitaristische und sozialistische Autoren (J. Bentham, C. Fourier, C. H. Saint-Simon) diese literarisch-politische Tradition fort.
 
In eine ganz andere Richtung weist die sich seit dem 10. Jahrhundert in Europa ausbreitende Bewegung des Gottesfriedens (Pax Dei), die gegen die autonome Rechtsaus√ľbung lokaler Gewalttr√§ger gerichtet ist. Im Zeichen des Gottesfriedens werden besonders der Fehde zeitlicher und r√§umlicher Schranken gesetzt; gewisse Personen und Institutionen werden einer allgemeinen Rechtsprechung unterstellt. Au√üerdem werden im Namen einer g√∂ttlichen Waffenruhe (¬ĽTreuga Dei¬ę) Kriegshandlungen zeitlich begrenzt. Auf diese Weise bilden sich allgemeine Rechtsverh√§ltnisse heraus, die seit dem 11. Jahrhundert in der ¬ĽLandfriedensbewegung¬ę (Landfrieden) zu neuen Formen der Gerichtsbarkeit f√ľhren. In Verbindung mit dem tradierten r√∂mischen Recht legt diese Bewegung den Grund f√ľr die Entstehung des europ√§ischen Territorialstaates, der durch eine einheitliche Rechtsstruktur, verbunden mit dem Gewaltmonopol, den innerstaatlichen Friedensraum schafft. Neben dem allgemeinen Frieden herrschen schon vorher viele Sonderformen des Friedens (z. B. der Burgfriede). Bereits die sp√§tmittelalterliche Staatslehre sieht im weltlichen Herrscher den ¬ĽVerteidiger des Friedens¬ę (Defensor Pacis), der durch keine politischen Befugnisse der geistlichen Macht eingeschr√§nkt sein darf. Die Sicherung des territorialen Friedens durch das Gewaltmonopol einer souver√§nen weltlichen Macht ist dann auch das zentrale theoretische wie praktische Problem der neuzeitlichen Staatskonzeption. ¬ĽSuche Frieden und halte ihn ein¬ę, so lautet nach T. Hobbes das erste und wichtigste Naturgesetz, ohne das es keinen Staat geben kann. Wenn diese fundierende Funktion des innerstaatlichen Friedensgebots nicht bei allen Theoretikern mit gleicher Deutlichkeit hervortritt, dann liegt das allein daran, dass sie, wie z. B. J. Locke, h√∂here Menschenrechte anerkennen, in deren Namen sie notfalls den Widerstand gegen die regierende Gewalt f√ľr legitim halten; dass aber der Staat der Sicherung eines Rechts- und Friedenszustands dient, ist ein bis heute tragender Konsens. Aus dieser √ľberragenden Bedeutung des Friedensproblems f√ľr die Politik hat man im 20. Jahrhundert den Schluss gezogen, die Politik insgesamt als eine Bem√ľhung um Frieden zu definieren: ¬ĽDer Frieden ist der Grund und das Merkmal und die Norm des Politischen¬ę (D. Sternberger).
 
Die klassische Lehre von der Politik hat das Problem des Friedens zwischen den Staaten stets in Abh√§ngigkeit von der Friedenssicherung innerhalb des Staates betrachtet. Das erkl√§rt die neutrale Haltung, die das neuzeitliche V√∂lkerrecht √ľber Jahrhunderte hinweg gegen√ľber der Alternative von Krieg und Frieden eingenommen hat. Zwar wird bereits von den spanischen Moraltheologen des 16. Jahrhunderts (F. de Vitoria, F. Su√°rez) die aus dem Missionsanspruch stammende Frage nach dem ¬Ľgerechten Krieg¬ę √ľberwunden, aber die Naturrechtslehrer des 17. Jahrhunderts (H. Grotius, S. Pufendorf) unternehmen keinen Versuch, den Krieg selbst juristisch auszuschlie√üen. Sie behandeln ihn als ein Mittel zwischenstaatlicher Rechtsdurchsetzung. Der Krieg ben√∂tigt lediglich andere politische Verfahren als der Frieden. Die v√∂lkerrechtlichen Regelungen des Kriegszustandes erzeugen aber auch hier eine Ordnung, die nicht ohne Einfluss auf den friedlichen Umgang der Staaten bleibt. So hat v. a. das ¬ĽRecht im Krieg¬ę (Ius in bello) f√ľr eine Kontinuit√§t der diplomatischen Kontakte gesorgt und Raum f√ľr die T√§tigkeit neutraler Organisationen geschaffen.
 
In der v√∂lkerrechtlichen Bewertung des Friedens tritt mit I. Kants Schrift ¬ĽZum ewigen Frieden¬ę (1795) eine Wende ein. Die aus der Tradition der Friedensrufe kommende moralische √Ąchtung des Krieges wird mit staatstheoretischen √úberlegungen verkn√ľpft und im Rahmen eines v√∂lkerrechtlichen Traktats auch historisch begr√ľndet. In sechs ¬ĽPr√§liminarartikeln¬ę entwickelt Kant die Rechtsgrunds√§tze f√ľr zwischenstaatliche Sicherheitsma√ünahmen (Nichteinmischung, Verbot von Kriegskrediten und Kriegsvorbehalten, Abschaffung stehender Heere u. a.); in drei ¬ĽDefinitivartikeln¬ę werden die allgemeinen Bedingungen f√ľr eine umfassende Rechts- und Friedensordnung (Rechtsstaatlichkeit, weltweite Freiz√ľgigkeit bei Verbot von Eroberungen und Schaffung eines f√∂derativen V√∂lkerbunds) angegeben. Die damit entworfene globale Friedensordnung wird auch kulturgeschichtlich durch die nunmehr abgeschlossene Besiedlung der Erde, die Entwicklung von Wissenschaft und Technik sowie durch die Ausweitung des Handels begr√ľndet.
 
Obgleich Kants Schrift zun√§chst gro√üe Aufmerksamkeit findet und eine neue Friedensliteratur (F. Schlegel, J. J. von G√∂rres, E. W. C. Sartorius) nach sich zieht, ist der aufkommende Nationalismus des 19. Jahrhunderts der Friedensidee nicht g√ľnstig. In romantischer Verkl√§rung von Leben und Geschichte wird erstmals der Krieg selbst als Kulturideal propagiert. Doch die Verherrlichung des Krieges (Bellizismus) bei H. von Treitschke, F. Nietzsche oder G. Sorel, die Eingang in die nationalistischen und rassistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts findet, ist selbst schon eine Reaktion auf den immer st√§rker artikulierten Friedenswunsch in Europa und den USA. Von 1830 an wird die Friedenssicherung zu einem eigenen Programmpunkt liberaler und sozialistischer Parteien; spezielle Friedensgesellschaften (seit 1815), zun√§chst auf der Basis religi√∂ser √úberzeugungen (Qu√§ker), dann aber auch gest√ľtzt durch humanit√§re und technische Fortschrittserwartungen, treten f√ľr radikalen Kriegsverzicht ein (Pazifismus, Friedensbewegung).
 
Im 20. Jahrhundert haben die beiden Weltkriege und die atomare Gefahr die Auseinandersetzung mit dem Problem und den M√∂glichkeiten des Friedens intensiviert. Mit der 1920 in Kraft getretenen Satzung des V√∂lkerbundes, in dessen Gr√ľndung sich auch die epochale Erfahrung des Ersten Weltkriegs als eines auf fortgeschrittener Technologie basierenden und mit industriellen Mitteln gef√ľhrten ¬Ľtotalen¬ę Krieges spiegelt, begann eine neue Epoche in der rechtlichen Eind√§mmung des Krieges und in der politischen Wahrung des Friedens im zwischenstaatlichen Bereich (Friedenssicherung): Krieg galt nun nicht mehr als M√∂glichkeit politischen Handelns, vielmehr setzten sich als oberste Ziele der Politik Kriegsverhinderung durch (bis hin zur ¬ĽAppeasement-Politik¬ę der westlichen L√§nder gegen√ľber Hitlerdeutschland in den 1930er-Jahren). Auch wenn bis heute berechtigte Zweifel an der Wirksamkeit solcher Bem√ľhungen bestehen, so haben doch die erg√§nzenden Pakte und Institutionen (Genfer Protokoll 1924; Briand-Kellogg-Pakt 1928) sowie die 1945 gegr√ľndete UNO ein System internationaler Verbindungen geschaffen, das sich zumindest bei der Begrenzung von Konflikte in zahlreichen F√§llen bew√§hrt hat.
 
Mit der Entwicklung der atomaren Vernichtungswaffen im Rahmen der Ost-West-Konstellation ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zudem die Einsicht verbunden gewesen, dass sich atomare Kriege nicht territorial begrenzen lassen und dass sie zur Vernichtung der Menschheit und zur globalen Verw√ľstung f√ľhren. Die aus unterschiedlichsten Motiven erwachsene Friedensbewegung der Gegenwart geht ebenfalls von dieser Einsicht aus.
 
Sp√§testens seit dem weltpolitischen Umbruch 1989/90 mussten auch neue Rahmenbedingungen, Zielsetzungen und Handlungsbereiche der Friedenssicherung er√∂rtert werden. Hierzu geh√∂ren nicht nur die Fragen einer neuen Weltordnung nach dem Ende der zuvor dominierenden bipolaren Struktur, die allerdings zum Ende des Jahrtausends in Neuauflage der alten Orient-Okzident-Gegen√ľberstellung beziehungsweise als ¬Ľasiatische Herausforderung¬ę und ¬ĽKampf der Kulturen¬ę (S. P. Huntington) ein weiterhin attraktives Deutungsmuster darzustellen scheint, sondern auch die ver√§nderten Nord-S√ľd-Beziehungen, √∂kologische, wirtschaftliche und soziale Probleme im Weltma√üstab (globale Probleme); hinzu kommen neue Spannungen in den traditionellen Industriegesellschaften (Arbeitsmarkt, Sozialordnung) sowie die wechselseitige Abh√§ngigkeit der genannten Faktoren voneinander. Eine Neuordnung der internationalen Politik wurde in den 90er-Jahren notwendig, als ¬Ľkleinere¬ę Kriege und Gewalthandlungen die Notwendigkeit friedenssichernder beziehungsweise friedenserzwingender - und U. milit√§rischer - Intervention deutlich machten.
 
Frieden gilt also am Ende des ¬Ľkurzen zwanzigsten Jahrhunderts¬ę (E. Hobsbawn) nicht unbedingt mehr als allein ausschlaggebendes Handlungsziel, sondern erscheint in der √∂ffentlichen Diskussion wieder - √§hnlich wie vor 1914 - als eine Leitvorstellung, die im Zusammenhang politischer, sozialer, √∂konomischer und milit√§rischer Konzeptionen entwickelt und hergestellt, m√∂glicherweise von diesen aber auch gef√§hrdet, verhindert oder zerst√∂rt werden kann.
 
Zur Definition des Begriffs werden vor diesem Hintergrund heute im Bereich der Politik und in der Wissenschaft unterschiedliche Positionen vertreten. Sie lassen sich zun√§chst unterscheiden nach einem engen Konzept von Frieden, das die Abwesenheit von Krieg und unkontrollierter Gewalt in den Vordergrund stellt (¬Ľnegativer Frieden¬ę), und einem weiten Konzept, das die Dimensionen der individuellen Entwicklung, der Rechtssicherheit und der Menschenrechte sowie die M√∂glichkeiten sozialer, politischer, √∂konomischer und pers√∂nlicher Emanzipation und Partizipation zu den unabdingbaren Bedingungen des Friedens hinzuz√§hlt (¬Ľpositiver Frieden¬ę). Ferner werden, v. a. unter dem Eindruck neuer regionaler und innerstaatlicher Kriege seit dem Beginn der 90er-Jahre, friedensgef√§hrdende und gewaltt√§tige Handlungen auf unterschiedlichen Ebenen analysiert (Gewalt im Alltag, Gewalt zwischen sozialen Gruppen, religi√∂s, ethnisch, sozial oder politisch motivierte Gewalt auf zwischenstaatlicher Ebene) und Fragen nach der Tragf√§higkeit enger oder weiter Friedensbegriffe diskutiert. W√§hrend in diesem Zusammenhang die verbreitete ¬Ľnegative¬ę Definition von Frieden als ¬ĽAbwesenheit von Krieg¬ę neue Attraktivit√§t gewinnt und das Ziel der Kriegsverhinderung als wichtigstes Kriterium f√ľr Friedenssicherung und Friedenspolitik in der Vordergrund r√ľckt, bleibt die Frage, inwiefern Abschreckung und R√ľstung mit allen ihren Folgen eine Form der Friedenssicherung darstellen, weiterhin umstritten.
 
Bezogen auf den innerstaatlichen Frieden wird Frieden an Freiheit und Sicherheit f√ľr das Leben des Einzelnen (¬Ľinnerer Frieden¬ę) oder an Toleranz und Gerechtigkeit (¬Ľsozialer Frieden¬ę), die Voraussetzungen f√ľr den allgemeinen, zwischenstaatlichen Frieden (¬Ľ√§u√üerer Frieden¬ę) sind, gebunden. Der ¬Ľpositive¬ę Friedensbegriff umfasst neben der Abwesenheit von personeller auch die Abwesenheit struktureller (d. h. durch institutionelle Zw√§nge in der Gesellschaft bedingter) Gewalt und eine Befriedigung menschlichen Gl√ľcksstrebens (wie Identit√§t, Wohlbefinden, Bildung, soziale Kreativit√§t) oder (auf nationaler und internationaler Ebene) die zunehmende Entwicklung einer gerechten Weltordnung als Bedingungen f√ľr eine Realisierung des Friedens. Die Friedensbewegungen der Gegenwart nehmen dar√ľber hinaus auf christliche Vorstellungen (z. B. die Gedanken der Bergpredigt) und auf √∂kologische Werte (behutsamer Umgang mit der Natur) im Sinne einer Friedensethik Bezug.
 
Frieden als Gegenbegriff zu Krieg, bezogen auf die zwischenstaatlichen Beziehungen und eine nationalstaatlich orientierte Weltpolitik, unterliegt in diesem Sinne angesichts der Auflösung nationalstaatlicher Strukturen - sei es durch supranationale Verbindungen, sei es durch Desintegration - und der durch Globalisierung erzeugten Entgrenzung von Wahrnehmungs- und Verhaltensmustern sowie durch die Entstehung neuer Organisationsformen und Konfliktlinien unterhalb der staatlichen Grenzen einem so starken Veränderungsprozess, dass seine neuen Konturen noch nicht nach allen Seiten definiert sind. Unabhängig davon zählt Frieden weiterhin zu den obersten Zielen politischen Handelns sowie gesellschaftlicher und individueller Orientierung. Dennoch ist der Begriff angesichts zahlreicher, vielgestaltiger und zum Teil raschen Wandlungen unterworfener Gewalthandlungen und entsprechender Rahmenbedingungen auf flexible, zum Teil fallbezogene Definitionen und Analyse angewiesen und muss im Hinblick auf andere Grundwerte wie Freiheit, Sicherheit und Menschenrechte entwickelt und abgestimmt werden.
 
 
J. Ebbinghaus: Kants Lehre vom ewigen F. u. die Kriegsschuldfrage (1929);
 W. Nestle: Der Friedensgedanke in der antiken Welt (1938);
 H.-J. Schlochauer: Die Idee des ewigen F. (1953);
 E. Biser: Der Sinn des F. (1960);
 H. Hoffmann: Gottesfriede u. Treuga Dei (1964);
 H. Fuchs: Augustin u. der antike Friedensgedanke (21965);
 H. Saner: Kants Weg vom Krieg zum F. (1967);
 G. Picht u. W. Huber: Was heißt Friedensforschung? (1971);
 I. Fetscher: Modelle der Friedenssicherung (21973);
 J. Fisch: Krieg u. F. im Friedensvertrag (1979);
 J. Schell: The fate of the earth (New York 1982);
 
F. u. Glaube, hg. v. W. F. Kasch u. a. (1983);
 M. Hättich: Weltfrieden durch Friedfertigkeit? (51983);
 D. Hollenbach: Nuclear ethics (New York 1983);
¬†H. H√ľrten: Friedenssicherung u. Abr√ľstung (Graz 1983);
 D. Sternberger: Über die versch. Begriffe des F. (1984);
 N. Elias: Humana conditio. Beobachtungen zur Entwicklung der Menschheit am 40. Jahrestag eines Kriegsendes (1985);
 R. Aron: F. u. Krieg. Eine Theorie der Staatenwelt (a. d. Frz., 1986);
 E.-O. Czempiel: Friedensstrategien. Systemwandel durch internat. Organisationen, Demokratisierung u. Wirtschaft (1986);
 E.-O. Czempiel: Weltpolitik im Umbruch. Das internat. System nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes (21993);
 I. Eibl-Eibesfeldt: Krieg u. F. aus der Sicht der Verhaltensforschung (Neuausg. 31990);
 F. Alt: F. ist möglich. Die Politik der Bergpredigt (271991);
 
Friedensforschung u. Friedensbewegung nach dem Golfkrieg (1991);
 
Die Agenda f√ľr den F. Analysen u. Empfehlungen des UN-Generalsekret√§rs. Forderungen an die dt. Politik, bearb. v. B. Bortfeldt (1992);
 
F. durch Einmischung?, Der Schrecken des Krieges u. die (Ohn)Macht der internat. Gemeinschaft, hg. v. V. Matthies (1993);
 
Wb. des F.s. Ein Brevier, hg. v. Karl Dedecius (1993);
 
Auf dem Weg zu einer europ. Friedensordnung. Perspektiven u. Probleme nach dem Ende des kalten Krieges, hg. v. T. Hoppe (1994);
 
Konflikte, Konfliktl√∂sung u. Friedenssicherung in S√ľdosteuropa, hg. v. G. Wagenlehner (1994);
 P. Schlotter u. a.: Die neue KSZE. Zukunftsperspektiven einer regionalen Friedensstrategie (1994);
 C. F. von Weizsäcker: Der bedrohte Friede - heute (Neuausg. 1994);
 
Friedl. Konfliktbearbeitung in der Staaten- u. Gesellschaftswelt, hg. v. N. Ropers u. T. Debiel (1995);
 J. Keegan: Die Kultur des Krieges (a. d. Engl., 1995);
 
Vom Krieg zum F. Kriegsbeendigung u. Friedenskonsoldierung, hg. v. V. Matthies (1995);
 
Weltprobleme, hg. v. P. J. Opitz (41995);
 M. Mandelbaum: The dawn of peace in Europe (New York 1996);
 
Der neue Interventionismus. Humanitäre Einmischung zw. Anspruch u. Wirklichkeit, hg. v. T. Debiel u. F. Nuscheler (1996).

* * *

Frie|den, der; -s, - [mhd. vride, ahd. fridu, urspr. = Schonung, Freundschaft, zu ‚ÜĎfrei]: 1. a) <o. Pl.> [vertraglich gesicherter] Zustand des inner- od. zwischenstaatlichen Zusammenlebens in Ruhe u. Sicherheit: es ist, herrscht F.; F. schlie√üen; eine Bedrohung des -s; die Erhaltung des -s; mitten im [tiefsten] F.; in F. und Freiheit leben; Im F. (in Friedenszeiten) hatten wir nie G√§nse gegessen (Kempowski, Tadell√∂ser 109); Die Konfirmation ... 1940 verlief wie im F., ... nichts fehlte auf der Tafel (Loest, Pistole 56); √ú Inzwischen hatten die Br√ľder F. geschlossen (sich vers√∂hnt; Reich-Ranicki, Th. Mann 175); b) Friedensschluss: ein gerechter, fauler F.; einen ehrenvollen F. aushandeln; den Besiegten den F. diktieren; den F. unterzeichnen. 2. <o. Pl.> a) Zustand der Eintracht, der Harmonie: der h√§usliche, eheliche F.; der soziale F. (Soziol.; Abwesenheit innergesellschaftlicher Konflikte); in Ruhe und F., in F. und Freundschaft/Eintracht miteinander leben; Die Frage nach seiner Identit√§t beunruhigte ihn nicht, er konnte mit sich selber in F. leben (Reich-Ranicki, Th. Mann 166); um des lieben -s willen zustimmen; die Frau, die ... um des lieben -s willen den Mund h√§lt (H√∂rzu 45, 1971, 149); er bem√ľhte sich, F. zu stiften; Spr Friede[n] ern√§hrt, Unfriede[n] verzehrt; *seinen F. mit jmdm., etw. machen (sich mit jmdm., einer Sache auss√∂hnen): wenn man erst seinen F. mit dem Schicksal gemacht hat (Bergengruen, Rittmeisterin 399); dem F. nicht trauen (skeptisch im Hinblick auf die Ruhe nach einem Streit o. √Ą. sein); Friede, Freude, Eierkuchen (ugs.; wieder hergestellte [aber fragw√ľrdige] Harmonie): zwischen ihnen, in der Familie herrscht wieder F., Freude, Eierkuchen; Es hat sich ger√§cht, dass auf dem CDU-Parteitag im Oktober in Hannover F., Freude, Eierkuchen verk√ľndet wurde (Woche, 14. 2. 1997, 8); b) ungest√∂rte Ruhe: man hat keinen F. vor ihm; *jmdn. [mit etw.] in F. lassen (‚ÜĎRuhe 3); c) Zustand beschaulich-heiterer Ruhe: der F. des Herzens (innere Ruhe, Gelassenheit); den F. (die friedliche Stille) der Natur lieben. 3. (christl. Rel.) Geborgenheit in Gott: Friede sei mit euch! (Segensspruch); er (der Tote) ruhe in F.!; meine Gro√ümutter ... Friede ihrer Asche (B. Vesper, Reise 367); sie ist in den ewigen F. eingegangen (geh. verh√ľll.; gestorben).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Frieden ‚ÄĒ is a surname and may refer to:* A. C. Frieden, a mystery author and lawyer * B. Roy Frieden, a mathematical physicist * Lex Frieden * Luc Frieden * Pierre Frieden * Rob Frieden * Tanja Frieden, a Swiss snowboarder * Thomas R. Frieden, MD MPH, New ‚Ķ   Wikipedia

  • Frieden ‚ÄĒ (–ö–ł—Ü–Ī—é—ć–Ľ—Ć,–ź–≤—Ā—ā—Ä–ł—Ź) –ö–į—ā–Ķ–≥–ĺ—Ä–ł—Ź –ĺ—ā–Ķ–Ľ—Ź: –ź–ī—Ä–Ķ—Ā: 6370 –ö–ł—Ü–Ī—é—ć–Ľ—Ć, –ź–≤—Ā—ā—Ä–ł—Ź –ě–Ņ–ł—Ā–į–Ĺ–ł ‚Ķ   –ö–į—ā–į–Ľ–ĺ–≥ –ĺ—ā–Ķ–Ľ–Ķ–Ļ

  • Frieden ‚ÄĒ [Basiswortschatz (Rating 1 1500)] Bsp.: ‚ÄĘ Die beiden L√§nder schlossen Frieden ‚Ķ   Deutsch W√∂rterbuch

  • Frieden ‚ÄĒ * Frieden, verb. reg. act. welches im Hochdeutschen veraltet ist, ehedem aber f√ľr sch√ľtzen, vertheidigen, ingleichen f√ľr befriedigen oder befrieden, d.i. einz√§unen, durch einen Zaun oder Geh√§ge f√ľr einen Anfall von au√üen in Sicherheit setzen,… ‚Ķ   Grammatisch-kritisches W√∂rterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Frieden ‚ÄĒ H√§ufig verwendetes Friedenszeichen Frieden (√§lterer Nominativ: Friede) ist allgemein definiert als ein heilsamer Zustand der Stille oder Ruhe, als die Abwesenheit von St√∂rung oder Beunruhigung und besonders von Krieg. Frieden ist das Ergebnis der ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Frieden ‚ÄĒ Frie¬∑den der; s, ; meist Sg; 1 nur Sg; der Zustand, in dem V√∂lker und Staaten in Ruhe nebeneinander leben und eventuelle Konflikte nicht mit Waffen, sondern durch Verhandlungen l√∂sen ‚ÜĒ Krieg <ein dauerhafter Frieden; den Frieden bewahren,… ‚Ķ   Langenscheidt Gro√üw√∂rterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Frieden ‚ÄĒ Nur Menschen, die selbst friedlich sind, k√∂nnen auch politischen Frieden bewirken. ¬ęFranz Alt¬Ľ Wenn du Frieden willst, bereite den Frieden vor; wer Krieg vorbereitet, wird Krieg bekommen. ¬ęFranz Alt¬Ľ Mit dem Frieden ist es wie mit der Freiheit:… ‚Ķ   Zitate - Herkunft und Themen

  • Frieden ‚ÄĒ  Cette page d‚Äôhomonymie r√©pertorie des personnes (r√©elles ou fictives) partageant un m√™me patronyme. Sur les autres projets Wikimedia : ¬ę Frieden ¬Ľ, sur le Wiktionnaire (dictionnaire universel) Le nom de Frieden, qui veut dire ‚Ķ   Wikip√©dia en Fran√ßais

  • Frieden ‚ÄĒ der Frieden, (Grundstufe) Zustand der Ruhe und Sicherheit zwischen Staaten, Gegenteil zu Krieg Beispiel: Die V√∂lker k√§mpfen um den Frieden. Kollokation: Frieden mit jmdm. schlie√üen der Frieden (Aufbaustufe) Zustand, in dem Ruhe, Harmonie herrscht ‚Ķ   Extremes Deutsch

  • Frieden ‚ÄĒ Dem (Land )Frieden nicht (recht) trauen: dem √§u√üeren Schein nicht trauen, etwas f√ľr bedenklich halten, skeptisch sein; die Redensart bezieht sich wahrscheinlich auf die schon aus dem Mittelalter bekannte Gepflogenheit der Kaiser, gelegentlich… ‚Ķ   Das W√∂rterbuch der Idiome


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